ort + ton ist umgezogen!

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Burgenblick aus dem Bürofenster

Das Headquarter liegt nun direkt unterm Hohentwiel, Deutschlands höchstem Weinberg. Und ja, von meinem Schreibtisch blicke ich auf die neun Hektar große Festungsruine, die da oben auf dem Vulkankegel thront. Der Hohentwiel spielt übrigens auch eine Rolle in einer GPS-basierten Audio-App, die ort+ton momentan mit dem Renner Verlag aus Freiburg produziert. Dazu bald mehr.

Bei aller Hohentwielbegeisterung (mich erinnert er immer an diese Gugelhupf-förmigen Puddingberge im Schlaraffenland) soll natürlich auch noch verraten werden, wie die Stadt heißt, die dazu gehört. ort+ton ist nun in Singen gelandet, einer umtriebigen Stadt im Landkreis Konstanz.

Wo ist das genau? Singen liegt am Ende der A81, mitten im Hegau und ganz in der Nähe von Schaffhausen. Hier kommt die Maggi-Würze her. Als Arbeiterstadt, die weder mittelalterliches Flair noch Bodenseeufer zu bieten hat, kämpft Singen in der Region mit dem Ruf des hässlichen Entleins. Völlig zu Unrecht natürlich. Oder um es für alle Berliner zu erklären: Singen ist der Wedding des Landkreises Konstanz.

Und wie dem Berliner Schmuddelbezirk Wedding, wird auch Singen unlängst gerne prognostiziert, durchaus „up and coming“ zu sein. Schließlich wurde im letzten Jahr das Singener Kunstmuseum wiedereröffnet – mit einem schicken Logo in Moma-pink.  Ein weiteres Kunstmuseum, das MAC (Museum of Art and Cars) hat neben Kunst und Autos eine umwerfenden Architektur zu bieten. Der Betonbau ahmt die Form des Hohentwiels nach. Und um noch ein Indiz zu nennen: Immobilienwirte preisen neuerdings gern auch den „Hohentwielblick“ in ihren Annoncen an.

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Das MAC (Museum of Art and Cars)

Hohentwielblick ist der neue Bodenseeblick. Sag ich jetzt mal so. Ich finde ihn jedenfalls spitze. Einziger Nachteil der schönen Aussicht: Wir haben hier keinen Handy-Empfang. Der Berg scheint da irgendwie das Netzt zu stören. Und wo wir schon bei moderner Technik sind: schnelles Internet gibt es leider auch keins in der Singener Weststadt. Währens des Audiofile-Hochladens habe ich also wieder ganz viel Zeit, Kaffee zu kochen, Kaffee zu trinken und die Aussicht zu genießen. Entschleunigung ist ja eh im Trend. In diesem Sinne: Prost!